Spielzeugfreie Zeit
Schon früher gab es Kindergärten, aber die Auswahl an Spielsachen war reduziert. Auf Bildern haben sich die Kinder der Marienkäfergruppe einen Einblick verschaffen können, wie es früher bei uns im Kindergarten ausgesehen hat. Doch womit spielen, wenn kein Spielzeug mehr da ist?
Was ist spielzeugfreie Zeit?
In der spielzeugfreien Zeit wurde für einen bestimmten Zeitraum auf alle Spielzeuge, Kuscheltiere, Bücher und Malutensilien verzichtet. Zusammen mit den Kindern wurde alles „Vorgefertigte“ in Kisten gepackt und für eine Weile auf dem Dachboden verstaut. Gespielt wurde in der darauffolgenden Zeit lediglich mit Alltagsgegenständen, Möbeln, Verpackungen und Fundstücken aus der Natur. Der erste Impuls bei einer spielzeugfreien Zeit war also die Langeweile, doch auf dieser folgte die Kreativität.
Die Kinder haben in der spielzeugfreien Zeit eigene Spielideen verwirklichen können, bei denen die pädagogische Fachkraft helfend zur Seite stand.
Gerade im spielzeugfreien Spiel wurden Kinder in großen Kernbereichen gefördert:
- Kreativität und Fantasie
- Kommunikation und Sozialverhalten
- Selbstbewusstsein
Das Miteinander und die Kommunikation stehen auch ganz ohne Spielzeug bei Rollenspiel, Bewegungsspiel oder bei Bauprojekten im Fokus.
Ein ständiger Begleiter unserer Spielzeugfreien Zeit, war das Buch „Bei Maus zu Haus“. Durch die Inspirationen dieses Buches ist ein wunderschönes Puppenhaus entstanden. Aber nicht nur das. Ein Schachspiel, ein Aquarium, Zauberstäbe, ein Roboter, Brillen, Rucksäcke mit Düsenantrieb, eine Murmelbahn und noch vieles mehr.